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Produktinformationen
Ziel dieses Beitrags ist es, über Eigenschaften, technische Merkmale und Hintergründe der im Werk Flensburg gefertigten Produkte zu berichten.Ergänzt wird diese Seite durch das Kapitel Produkthistorie, in dem weitere Informationen zu finden sind.
Chronologische Produktübersicht der in Flensburg gefertigten Produkte: („Klick“ auf die Produktfamilie)
A. Zeitraum 1967 bis 1994
Produktion von Funksprechanlagen, Feststationen, Autotelefonen und Mobiltelefonen für analoge zellulare Funksysteme
Der Storno-Konzern war seinerzeit weltweit einer der größten Produzenten von Funktechnik und deckte mit seiner Produktpalette alle Marktanforderungen ab.
Die Produktpalette war klar strukturiert, so dass bereits aus der Typenbezeichnung die Eigenschaften und technische Merkmale der zu produzierenden Produkte erkennbar waren.
Diese Struktur wurde bis Ende der 80er Jahre verwendet und dann durch Motorola-Bezeichnungen abgelöst.
Gekürzte Nomenklatur:
Nomenklatur Format: ABC-9999
Produktfamilien: 6xx, 7xx, 5xxx, 9xx usw.
Frequenzbereiche: 6 = 420-470 MHz; 7 = 136-146 oder 174-225 MHz; 8 = 806-870 MHz; 9 = 860-960 MHz
Kanalabstände: 1 = 50kHz; 2 = 25kHz; 3 = 20 oder 25kHz; 4 = 12.5kHz
Beispiel: CQM 612, ein typisches Produkt, das damals in Flensburg produziert wurde.
Generelle konstruktive Merkmale
Stornophone 600, -700 und -900/9000 waren modular aufgebaut.
Wie aus der Nomenklatur ersichtlich ist, bestanden diese Produktfamilien aus einer Vielzahl von Baugruppen, die sich durch unterschiedliche Frequenzbereiche und Kanalabstände ergaben. Hinzu kamen verschiedene Tonrufmodule und später auch Module für Datenkommunikation und Mikroprozessor-Anwendungen. Bediengeräte, verschiedene Kabel und sehr unterschiedliches Zubehör rundeten die Produktpalette ab.
Der modulare Aufbau dieser Produktfamilien ergab ein flexibles Baukastensystem, aus dem schnell fertige Endprodukte zusammengebaut werden konnten, wenn ein Kundenauftrag vorlag.
Stornophone 5000 und –6000 unterschieden sich dadurch, dass sie nur aus 2 Platinen bestanden, die in einen H-förmigen Gehäuse untergebracht waren. Die HF-Platine (TX/RX) befand sich im unteren und die Mikroprozessor gesteuerten Einheiten (Synthesizer- und Keyboardsteuerung, Logik, Audio, Tonruf) waren im oberen Bereich des Gehäuses angeordnet.
Aufgrund dieser Konstruktion und der breitbandigen Ausführung der HF-Schaltkreise ließen sich diese Produkte relativ kostengünstig produzieren und testen.
A1. 1967 - 1972: Stornophone 600
Das Stornophone 600 wurde als CQM6xx-, CQL6xx-, CQP6xx- und als CQFxx- Version gefertigt.
Eigenschaften:
Das Stornophone 600 wurde ab 1986 nicht mehr von Storno A/S gefertigt und 1987 an eine staatliche Fabrik in Nordpakistan transferiert.
Hier gibt es mehr Informationen über Stornophone 600 (klick).
Hier gibt es mehr Informationen über Stornoprodukte (klick).
A2. 1972 - 1976: Stornophone 700
Diese Produktfamilie hatte ähnliche Eigenschaften wie das Stornophone 600 war aber wesentlich kompakter und leichter. Das Gerät konnte in das Armaturenbrett eines Fahrzeugs eingebaut werden. Die Bedienung erfolgte direkt am Gerät oder war über separate Bedienboxen fernsteuerbar. Es wurde zunächst mit bis zu 6 quarzgesteuerten Funkkanälen und einfacher Tonrufausrüstung geliefert. Versionen mit HF-Ausgangsleistungen bis zu 25 Watt waren verfügbar.
1974/5 wurde die Stornophone-700-Produktfamilie mit dem CQM713D (Multichannel mit bis zu 49 Funkkanälen) so weiterentwickelt, das es für die öffentlichen mobilen Autotelefonsysteme in Dänemark und Norwegen eingesetzt werden konnte. Für den englischen Markt wurde das CQM713 P3 mit 55 Kanälen entwickelt.
1977 wurde die Produktpalette um das CQM763D ergänzt. Dieses Gerät war für das erweiterte dänischen und schwedische UHF-Mobiltelefon-System (MTD) konzipiert und umfasste 80 Kanäle. Die schwedische Version hatte 19 zusätzliche private Kanäle.
Diese Mobiltelefone waren aufgrund ihrer sehr kompakten Bauweise, den zahlreichen Modulen und Submodulen sowie den vielfältigen Funktionen, sehr schwierig zu montieren und zu testen.
Hier gibt es mehr Informationen über Stornophone 700 (klick).
Hier gibt es mehr Informationen über Stornoprodukte (klick).
A3. 1976 - 1985: General Electric/USA (GE) übernimmt Storno A/S
1977/78 Stornophone 5000
Diese Produktfamilie war die erste gemeinsame Entwicklung mit General Electric und der Nachfolger des Stornophone 700. Die Bedieneinheit war fest mit dem Gerät verbunden, konnte aber auch mit einem abgesetzten Bedienteil geliefert werden. CQM5xxx wurde in verschiedenen Versionen zunächst als Ein- oder Mehrkanal-Gerät (1-12 Kanäle) gebaut und war mit sehr differenzierten Tonrufeinrichtungen lieferbar. Später wurde es technisch wesentlich verbessert und erweitert und kam als CQM5000 TS II auf den Markt.
Alle Gerätefunktionen wurden durch einen Mikroprozessor gesteuert. Mittels eines Frequenzsynthesizer waren bis zu 99 Funkkanäle wählbar. Der Prozessor steuerte auch die umfangreichen Tonruf- und Signalisierungsmöglichkeiten. Die Programmierungen wurden in einem PROM gespeichert. Es waren HF-Ausgangsleistungen bis zu 25 Watt lieferbar.
Bis 1989 wurden im Werk Flensburg 200000 CQM5000 produziert. Insgesamt wurden etwa 450000 Geräte hergestellt und es war seinerzeit das erfolgreichste Funkgerät in Europa.
Hier gibt es mehr Informationen über Stornophone 5000 (klick).
Hier gibt es mehr Informationen über Stornoprodukte (klick).
A4. 1981 - 1986: Stornophone 900
Parallel mit der Entwicklung des Stornophone 5000 wurde auch an einem Nachfolger für das Stornophone 600 gearbeitet. Das Stornophone 900 wurde 1981/82 eingeführt und hatte mit seinem modularen Aufbau viel Ähnlichkeit mit dem CQM 600 und war ebenfalls in einem sehr robusten Gehäuse untergebracht. Es war für den Weltmarkt konstruiert und entsprach den CEPT und anderen internationalen Vorschriften.
Es wurde als Simplex-, Semiduplex- oder Vollduplex-Version gefertig. Ein Microprozessor steuerte
Eigenschaften, Funktionen, Frequenzen usw. wurden entsprechend einer Nomenklatur programmiert und in einem PROM gespeichert. Aufgrund seines modularen Aufbaus und modernster Mikroprozessor gesteuerter Funktionen war es sehr flexibel einsetzbar.
Die Produktion wurde in Flensburg 1986 eingestellt.
Hier gibt es mehr Informationen über Stornophone 900 (klick).
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A5. 1984 - 1989: Stornophone 9000 / CQF 9000
Dieses Produkt wurde als Ersatz für die CQF 600 Feststation entwickelt. Die für das CQF 9000 verwendeten Baugruppen, Funktionen und Spezifikationen waren weitgehend identisch mit dem Stornophone 900.
Gegenüber dem CQF 600 hatte das CQF 9000 wesentlich verbesserte HF-Eigenschaften und erfüllte alle Anforderungen bezüglich Tonsignalisierungen, Datenkommunikation usw., um als Basisstation für private und öffentliche Funksysteme erfolgreich zu sein. HF-Leistung 40 Watt, geplant bis zu 110 Watt.
1989 wurde die Produktion in Flensburg eingestellt.
Hier gibt es mehr Informationen über Stornophone 9000 (klick).
A6. 1985 - 1986: Stornophone 6000
Dieses Produkt war in seiner Funktionalität vergleichbar mit dem CQM 900. Allerdings war es wesentlich kompakter und leichter aufgebaut. Mittels eines Kassetteneinbausatzes, der Autoradio-DIN-Größe hatte, konnte das Gerät problemlos in andere Fahrzeuge gewechselt werden. Die Bedienung war stationär oder fernbedienbar möglich.
Die 6000 Produktfamilie war zunächst nur für Semiduplex-Betrieb konzipiert und wurde ab 1986 auch als Vollduplex-Version gebaut. Dies machte Gegensprechen möglich, d.h. gleichzeitiges hören und sprechen.
Ein Mikroprozessors steuerte
Die Programmierungen wurden in einem EPROM entsprechend der CQM 6000 EF Software Nomenclature gespeichert.
Hier gibt es mehr Informationen über Stornophone 6000 (klick).
A7. 1982 - 1989: Stornomatic 9000
Dieses Produkt war eine Weiterentwicklung des Stornophone 900. Es konnte aufgrund des modularen Aufbaus und der Mikroprozessor gesteuerten Funktionen relativ schnell für die neuen Funksysteme NMT und öbLC weiterentwickelt werden.
Es wurde ab 1982 als NMT-450 und ab 1985/86 als öbLC-Gerät gefertigt. Die Produkte wurden sowohl als Mobilgerät als auch in portablen Versionen produziert. Der Produktbezeichnungen waren SM9662D025AP bzw. SP9662D025AP und SM9663D025APA.
A8. ab 1986: Stornomatic 6000
Dieses Produkt war eine Weiterentwicklung des Stornophone 6000 für die NMT- und öbLC-Mobilfunksysteme.
Das PRM6663D15A wurde für das öbLC-Funksystem entwickelt und war als Autotelefon und als transportables Gerät konzipiert. Es konnte lokal oder über eine Bedienbox gesteuert werden. Basierend auf diesem Gerät folgten dann von 1991 bis 1993 das Storno CS8- bzw. CS9-Modell sowie das Motorola CP451. Etwa 300.000 dieser Modelle wurden in Flensburg gefertigt und auch an zahlreiche OEM-Partner geliefert.
Die Version PRM6662D15N hatte gleiche Eigenschaften, war aber für NMT konzipiert.
Weiterentwicklungen von Stornomatic 6000
Das Motorola MCR 4800 NMT–450, (Cimber I) war eine Weiterentwicklung und wurde wie sein Vorgänger in verschiedene „NMT-Länder“ geliefert, u.a. nach Nord- und Osteuropa. Das Motorola MCR 4800 wurde Ende 1994 als letztes analoges zellulares Produkt an eine Motorola-Fabrik in Israel überführt.
1989 – 1991 Motorola MCR 9500, (Joan France), NMT-450MHz-Version für den französischen Markt
1993 - 1994 Motorola Associate 2000 NMT–450, (Cimber II) Folgemodell von Motorola MCR 4800
Es wurde wie sein Vorgänger für verschiedene „NMT-Länder“ produziert. Das Motorola MCR 4800 wurde Ende 1994 als letztes analoges zellulares Produkt an eine Motorola-Fabrik in Israel überführt.
A9. 1991 - 1993: SAM3
Der HF-Teil dieses portablen Handtelefons wurde von Storno/Kopenhagen und die Logik, Audio usw. von Motorola entwickelt. Es wurde für die NMT-900 Märkte produziert und konnte auch in Fahrzeugen installiert werden. Eine ETACS-Version wurde zunächst auch in Flensburg, dann jedoch nur noch in anderen Fabriken gefertigt. Das Gerät hatte eine starke äußerliche Ähnlichkeit mit dem später produzierten GSM-Gerät „International 1000“.
B. Zeitraum 1991 bis 2007, "Handy-Werk"
B1. 1991 – 1993 Motorola International 1000/2000 (GSM)
Dieses Produkt war das erste GSM-Mobiltelefone, das in Flensburg gefertigt wurde. Eingeführt wurde es in die Produktion 1991 als „Joan1“ und in modifizierter Form ab Ende 1993 als „Joan 2B“. Das Gerät wog etwa 3 kg und wurde dann schnell abgelöst durch wesentlich handlichere und leichtere Modelle.
B2. Produktion von GSM- und UMTS-Handys
Vorgestellt werden nur einige der in Flensburg produzieren Modelle, die sich durch innovative Technik, Design oder andere Merkmale auszeichneten. Ein allgemeiner Überblick über alle Modelle ist unter Motorola-Handys am Ende dieses Artikels zu finden.
Ziel dieses Beitrages ist es auch, auf den Fortschritt der Mobilfunktechnik und der damit verbundenen Anwendungen und Dienste hinzuweisen.
Aus diesem
Grund wurden die technischen Daten und Eigenschaften der ersten in Flensburg
Dieser Überblick erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit und ob auch jedes Modell in Flensburg produziert wurde.
1991 International 3200 (GSM 900)
Nachdem im Laufe des Jahres 1991 zahlreiche Probeserien erfolgreich beendet wurden und die ITA-Zulassung erfolgte, konnte 1992 die Produktion des weltweit ersten GSM-fähigen Handfunkgerät, dem International 3200, anlaufen. Das Gerät, das aufgrund seiner Form auch „Knochen“ genannt wurde, war als Handtelefon konzipiert, konnte jedoch mittels eines Automontagesatzes auch im Fahrzeug montiert werden.
Daten und Eigenschaften:
1992 MicroTAC International 5200 (GSM-900)
Es wurde später durch die etwas dünnere Version 7200 ersetzt.Erstes GSM-Telefon mit „Klappe“
1994 MicroTAC International 8200 (GSM-900)
Daten und Eigenschaften:
Es ist ein Beispiel für eine Vielzahl von Produkten, die spezielle Käufergruppen ansprechen sollten. Das Flare war in unterschiedlichen Farben und Designs lieferbar und hatte eine individuelle Bedienerführung.
1996 MicroTAC International 8700
Die neue 3-V-Technik ermöglichte längere Sprech- und Standby-Zeiten und schnelleren Datenaustausch. Mir dem 1200 mAh Lithium-Ionen Akku waren 9h telefonieren und 7 Tage Standby möglich.
d460 gleiche Technik wie International 8700, jedoch sehr robuste Ausführung
1996 Motorola International 8800
Erstes Dual-Band-Handy, das sowohl im 900 als auch im 1800 MHz (E-Netz) arbeiten konnte. Allerdings musste der Bereichswechsel noch durch manuelle Umschaltung erfolgen. Mit einem Folgeprodukt, dem International 8900 funktionierte dies dann auch automatisch.
1997 d160 Erstes Handy mit Stromversorgung aus Standard 1,2V oder 1,5V Mignonbatterien oder -Akkus.
1997 Motorola StarTAC 85 (GSM 900) Nutzte die große SIM Karte (Kreditkartengrösse)
1998 Motorola StarTAC 130 (GSM 900)
Dieses elegante Gerät wog nur 88 Gramm, war seinerzeit das weltweit leichteste und kleinste Handy und erstmals wurde ein Handy als Kultobjekt gefeiert. Nutzte die kleine SIM Karte Neu war auch der im oben Bereich des Handys angebrachte klappbare Deckel (flip handset), der das Display und die Bedienelemente schützte. Weitere Eigenschaften: 3V Mikrochip Technologie sowie Senden und Empfangen von Daten, Fax und Email, Internetzugriff
Die Slimlite Serie, die 1997 eingeführt wurde, hatte ein ähnliches Innenleben wie das StarTac
1999 Dual-Band-Handy V3688 Es zählt mit 83 Gramm zu den Leichtgewichten und war kaum größer als eine Streichholzschachtel. Es deckte die GSM-Frequenzbereiche 900/1800 MHz ab.
1999 V3690 (Kramer)zusätzlich mit Sprachsteuerung und Gesprächsaufzeichnung
2000 Timeport 260Das weltweit erste GPRS-Mobiltelefon und Tri-Band-Handy (900/1800/1900 MHz) Sprachsteuerung für Telefonbuch, Gesprächsaufzeichnung, IrDA-Infrarot-Schnittstelle (GPRS = General Packet Radio Service d.h. Internet üblicher Datentransfer)
2000 V2288mit Wap-Browser, UKW Stereo-Radio, verschiedene Farben und Materialien
2001 Timeport 250 (Jade) Organizer Funktion, WAP-fähig, Uhranzeige mit Datum sowie Weckfunktion mittels Sprachansage, Gesprächsaufzeichnung für 3 Minuten, frei kombinierbare Klingeltöne, IrDA-Infrarot-Schnittstelle, Integriertes Softmodem für Daten und Fax, integrierter Anrufbeantworter
2002 V70 das erste Mobiltelefon mit drehbarer Frontschale und rundem Display
2002 A820/830 das weltweit erste kombinierte GSM/GPRS/UMTS-Handys
Daten und Eigenschaften:
2003 V600weltweit erstes Quad-Band-Handy für GSM 850/900/1800/1900
2004 RAZR V3das flachste Klapphandy der Welt
Dieses Gerät wurde in verschiedenen Versionen bis zur Schließung im Werk Flensburg gebaut.
Daten und Eigenschaften:
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Letzte Änderung 17. februar 2009