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Produkthistorie
Produktinformation

 

 

 

Produktinformationen

 

 

Ziel dieses Beitrags ist es, über Eigenschaften, technische Merkmale und Hintergründe der im Werk Flensburg gefertigten Produkte zu berichten.

Ergänzt wird diese Seite durch das Kapitel Produkthistorie, in dem weitere Informationen zu finden sind.

 

 

Chronologische Produktübersicht der in Flensburg gefertigten Produkte:

(„Klick“ auf die Produktfamilie)

 

Von bis Produktfamilie Modeltype

1967

1986 Stornophone 600 Mobiles und  portables Funkgerät, Feststationen

1972

1982 Stornophone 700 Mobiles Funkgerät, Autotelefon (z.B. MTD)
1978 1989 Stornophone 5000 Mobiles Funkgerät
1981 1986 Stornophone 900 Mobiles Funkgerät
1984 1989 Stornophone 9000 Feststation
1983 1989 Stornomatic 9000 Mobiles- bzw. Transportables Telefon / (NMT, öbLC)
1985 1989 Stornophone 6000 Mobiles Funkgerät
1986 1990 Stornomatic 6000 Mobiles- bzw. Transportables Telefon / (NMT, öbLC)
1989 1991 Motorola MCR 9500 NMT-450MHz, Joan France
1991 1992 Motorola MCR 4800 NMT-450 MHz; Cimber I    (Weiterentwicklung des Stornomatic 6000)
1991 1993 Motorola CP 451 Storno CS8 bzw. CS9 / öbLC  (Weiterentwicklung des Stornomatic 6000)
1991 1993 SAM3 Handfunkgeräte für NMT-900 und ETACS
1993 1994 Motorola Associate 2000 NMT–450 MHz; Cimber II
    "Handy-Werk"  
1991 1993 Motorola GSM International 1000 / 2000
1991 2007 GSM- und UMTS-Handys "Viele",  siehe Details unten

 

 

 

A. Zeitraum 1967 bis 1994

 

Produktion von Funksprechanlagen, Feststationen, Autotelefonen und Mobiltelefonen für analoge zellulare Funksysteme

 

Der Storno-Konzern war seinerzeit weltweit einer der größten Produzenten von Funktechnik und deckte mit seiner Produktpalette alle Marktanforderungen ab.

 

 

 

Die Produktpalette war klar strukturiert, so dass bereits aus der Typenbezeichnung die Eigenschaften und technische Merkmale der zu produzierenden Produkte erkennbar waren.

 

Diese Struktur wurde bis Ende der 80er Jahre verwendet und dann durch Motorola-Bezeichnungen abgelöst.

 

 

Gekürzte Nomenklatur:

 

Nomenklatur Format:  ABC-9999

 

Erster Buchstabe

A

Zweiter Buchstabe

B

Dritter Buchstabe

C

Bedeutung

C     Communication Equipment produziert von Storno
S     Communication Equipment hergestellt für Siemens / Deutschland
SM     Stornomatic; Mobil- und Autotelefon (NMT; öbLC)
  Q   Sender+Empfänger
  R   nur Empfänger (Receiver)
  T   nur Sender (Transmitter)
    F Feststation
    L Lokal bedienbare 6xx-Version
    M Mobiles Funkgerät
    P Portables Funkgerät

 

 

Produktfamilien:

6xx, 7xx, 5xxx, 9xx usw.

 

Frequenzbereiche:
1 = 146-174 MHz; 3 = 68-88 MHz; 4 = 95-108 MHz; 5 = 350-420 MHz;

6 = 420-470 MHz; 7 = 136-146 oder 174-225 MHz; 8 = 806-870 MHz;

9 = 860-960 MHz

 

Kanalabstände:

1 = 50kHz; 2 = 25kHz; 3 = 20 oder 25kHz; 4 = 12.5kHz

 

 

Beispiel: CQM 612, ein typisches Produkt, das damals in Flensburg produziert wurde.

 

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C = Communication Equipment produziert von Storno

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Q = Sender+Empfänger (Transceiver)

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M = Mobiles Funkgerät

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Produktfamilie: Stornophone 6xx

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Frequenzbereiche: 1 = 146-174 MHz

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Kanalabstand: 2 = 25kHz

 

 

 

Generelle konstruktive Merkmale

 

Stornophone 600, -700 und -900/9000 waren modular aufgebaut.

 

Wie aus der Nomenklatur ersichtlich ist, bestanden diese Produktfamilien aus einer Vielzahl von Baugruppen, die sich durch unterschiedliche Frequenzbereiche und Kanalabstände ergaben.

Hinzu kamen verschiedene Tonrufmodule und später auch Module für Datenkommunikation und Mikroprozessor-Anwendungen. Bediengeräte, verschiedene Kabel und sehr unterschiedliches Zubehör rundeten die Produktpalette ab.

 

Der modulare Aufbau dieser Produktfamilien ergab ein flexibles Baukastensystem, aus dem schnell fertige Endprodukte zusammengebaut werden konnten, wenn ein Kundenauftrag vorlag.

 

Stornophone 5000 und –6000 unterschieden sich dadurch, dass sie nur aus 2 Platinen bestanden, die in einen H-förmigen Gehäuse untergebracht waren.

Die HF-Platine (TX/RX) befand sich im unteren und die Mikroprozessor gesteuerten Einheiten (Synthesizer- und Keyboardsteuerung, Logik, Audio, Tonruf) waren im oberen Bereich des Gehäuses angeordnet.

 

Aufgrund dieser Konstruktion und der breitbandigen Ausführung der HF-Schaltkreise ließen sich diese Produkte relativ kostengünstig produzieren und testen.

 

 

 

 

A1. 1967 - 1972:  Stornophone 600

 

 

CQM600

CQL600

CQP600

 

 

Das Stornophone 600 wurde als CQM6xx-, CQL6xx-, CQP6xx- und als CQFxx- Version gefertigt.

 

Eigenschaften:

 

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Frequenzbereiche: 68-88 MHz, 146-174 MHz, 420-470MHz

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Phasen(FM)-Modulation 300Hz- 3000Hz

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bis zu 12 Funkkanäle

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6V, 12V, 24V Spannungsversorgung

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Standardausführung 10 Watt HF-Leistung, bis 25 Watt

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Besonders stabiles Gehäuse / staub- und spritzwassergeschützt

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einfache Montage von Tonrufmodulen

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Verschiedene Bedienboxen, Mikrofone, Lautsprecher, Antennen

 

 

 

Das Stornophone 600 wurde ab 1986 nicht mehr von Storno A/S gefertigt und 1987 an eine staatliche Fabrik in Nordpakistan transferiert.

 

Hier gibt es mehr Informationen über Stornophone 600 (klick).

 

Hier gibt es mehr Informationen über Stornoprodukte (klick).

 

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A2. 1972 - 1976:  Stornophone 700

 

CQM700 CQM700 Synthesiser CQM713 P3

 

Diese Produktfamilie hatte ähnliche Eigenschaften wie das Stornophone 600 war aber wesentlich kompakter und leichter. Das Gerät konnte in das Armaturenbrett eines Fahrzeugs eingebaut werden.

Die Bedienung erfolgte direkt am Gerät oder war über separate Bedienboxen fernsteuerbar.

Es wurde zunächst mit bis zu 6 quarzgesteuerten Funkkanälen und einfacher Tonrufausrüstung geliefert.

Versionen mit HF-Ausgangsleistungen bis zu 25 Watt waren verfügbar.

 

1974/5 wurde die Stornophone-700-Produktfamilie mit dem  CQM713D (Multichannel mit bis zu 49 Funkkanälen) so weiterentwickelt, das es für die öffentlichen mobilen Autotelefonsysteme in Dänemark und Norwegen eingesetzt werden konnte.

Für den englischen Markt wurde das CQM713 P3 mit 55 Kanälen entwickelt.

 

1977 wurde die Produktpalette um das CQM763D ergänzt. Dieses Gerät war für das erweiterte dänischen und schwedische UHF-Mobiltelefon-System (MTD) konzipiert und umfasste 80 Kanäle. Die schwedische Version hatte 19 zusätzliche private Kanäle.

 

Diese Mobiltelefone waren aufgrund ihrer sehr kompakten Bauweise, den zahlreichen Modulen und Submodulen sowie den vielfältigen Funktionen, sehr schwierig zu montieren und zu testen.

 

 

Hier gibt es mehr Informationen über Stornophone 700 (klick).

 

Hier gibt es mehr Informationen über Stornoprodukte (klick).

 

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A3. 1976 - 1985: General Electric/USA (GE) übernimmt Storno A/S

 

1977/78  Stornophone 5000

 

CQM5000 (Firecom) Board / Panel CQM5000 Toneswitch, 99 Channels

 

Diese Produktfamilie war die erste gemeinsame Entwicklung mit General Electric und der Nachfolger des Stornophone 700.

Die Bedieneinheit war fest mit dem Gerät verbunden, konnte aber auch mit einem abgesetzten Bedienteil geliefert werden.

CQM5xxx wurde in verschiedenen Versionen zunächst als Ein- oder Mehrkanal-Gerät (1-12 Kanäle) gebaut und war mit sehr differenzierten Tonrufeinrichtungen lieferbar.

Später wurde es technisch wesentlich verbessert und erweitert und kam als CQM5000 TS II auf den Markt.

 

Alle Gerätefunktionen wurden durch einen Mikroprozessor gesteuert.

Mittels eines Frequenzsynthesizer waren bis zu 99 Funkkanäle wählbar. Der Prozessor steuerte auch die umfangreichen Tonruf- und Signalisierungsmöglichkeiten.

Die Programmierungen wurden in einem PROM gespeichert.

Es waren HF-Ausgangsleistungen bis zu 25 Watt lieferbar.

 

Bis 1989 wurden im Werk Flensburg 200000 CQM5000 produziert. Insgesamt wurden etwa 450000 Geräte hergestellt und es war seinerzeit das erfolgreichste Funkgerät in Europa.

 

Hier gibt es mehr Informationen über Stornophone 5000 (klick).

 

Hier gibt es mehr Informationen über Stornoprodukte (klick).

 

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A4. 1981 - 1986:  Stornophone 900

 

 

 

 

Parallel mit der Entwicklung des Stornophone 5000 wurde auch an einem Nachfolger für das Stornophone 600 gearbeitet.

Das Stornophone 900 wurde 1981/82 eingeführt und hatte mit seinem modularen Aufbau viel Ähnlichkeit mit dem CQM 600 und war ebenfalls in einem sehr robusten Gehäuse untergebracht.

Es war für den Weltmarkt konstruiert und entsprach den CEPT und anderen internationalen Vorschriften.

 

 

Es wurde als Simplex-, Semiduplex-  oder Vollduplex-Version gefertig.

Ein Microprozessor steuerte

 

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einen Synthesizer mit bis zu 256 Funkkanälen

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verschiedene Bediengeräte (C91S bzw. C92S)

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Logik-Funktionen und Tonsignalisierungen

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die interne Datenkommunikation

 

 

 

Eigenschaften, Funktionen, Frequenzen usw. wurden entsprechend einer Nomenklatur programmiert und in einem PROM gespeichert. Aufgrund seines modularen Aufbaus und modernster Mikroprozessor gesteuerter Funktionen war es sehr flexibel einsetzbar.

 

Die Produktion wurde in Flensburg 1986 eingestellt.

 

Hier gibt es mehr Informationen über Stornophone 900 (klick).

 

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A5. 1984 - 1989:  Stornophone 9000 / CQF 9000

 

 

Bediengerät Innenansicht Aussenaussicht; Identisch mit CQF600

 

Dieses Produkt wurde als Ersatz für die CQF 600 Feststation entwickelt.

Die für das CQF 9000 verwendeten Baugruppen, Funktionen und Spezifikationen waren weitgehend identisch mit dem Stornophone 900.

 

Gegenüber dem CQF 600 hatte das CQF 9000 wesentlich verbesserte HF-Eigenschaften und erfüllte alle Anforderungen bezüglich Tonsignalisierungen, Datenkommunikation usw., um als Basisstation für private und öffentliche Funksysteme erfolgreich zu sein.

HF-Leistung 40 Watt, geplant bis zu 110 Watt.

 

1989 wurde die Produktion in Flensburg eingestellt. 

 

Hier gibt es mehr Informationen über Stornophone 9000 (klick).

 

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A6. 1985 - 1986:  Stornophone 6000

 

 

 

Dieses Produkt war in seiner Funktionalität vergleichbar mit dem CQM 900.

Allerdings war es wesentlich kompakter und leichter aufgebaut. Mittels eines Kassetteneinbausatzes, der Autoradio-DIN-Größe hatte, konnte das Gerät problemlos in andere Fahrzeuge gewechselt werden.

Die Bedienung war stationär oder fernbedienbar möglich.

 

Die 6000 Produktfamilie war zunächst nur für Semiduplex-Betrieb konzipiert und wurde ab 1986 auch als Vollduplex-Version gebaut. Dies machte Gegensprechen möglich, d.h. gleichzeitiges hören und sprechen.

 

Ein Mikroprozessors steuerte

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alle Schaltkreise über ein internes Bussystem (H-Bus)

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den Frequenzsynthesizer, mit bis zu 99 Funkkanälen

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Bediengeräte, DTMF (Doppelton), Binäre Signalisierungen für Datentelegramme und „klassische“ Tonrufsysteme 

 

 

 

Die Programmierungen wurden in einem EPROM entsprechend der CQM 6000 EF Software Nomenclature gespeichert.

 

Hier gibt es mehr Informationen über Stornophone 6000 (klick).

 

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A7. 1982 - 1989:  Stornomatic 9000

 

 

     
  Photo kommt  

 

 

Dieses Produkt war eine Weiterentwicklung des Stornophone 900.

Es konnte aufgrund des modularen Aufbaus und der Mikroprozessor gesteuerten

Funktionen relativ schnell für die neuen Funksysteme NMT und öbLC weiterentwickelt werden.

 

Es wurde ab 1982 als NMT-450 und ab 1985/86 als öbLC-Gerät gefertigt.

Die Produkte wurden sowohl als Mobilgerät als auch in portablen Versionen produziert.

Der Produktbezeichnungen waren SM9662D025AP bzw. SP9662D025AP und SM9663D025APA.

 

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A8. ab 1986:  Stornomatic 6000

 

 

Motorola CP 451 OEM Partner

 

 

Dieses Produkt war eine Weiterentwicklung des Stornophone 6000 für die NMT- und öbLC-Mobilfunksysteme.

 

Das PRM6663D15A wurde für das öbLC-Funksystem entwickelt und war als Autotelefon und als transportables Gerät konzipiert. Es konnte lokal oder über eine Bedienbox gesteuert werden.

Basierend auf diesem Gerät folgten dann von 1991 bis 1993 das Storno CS8- bzw. CS9-Modell sowie das Motorola CP451.  

Etwa 300.000 dieser Modelle wurden in Flensburg gefertigt und auch an zahlreiche OEM-Partner geliefert.

 

Die Version PRM6662D15N hatte gleiche Eigenschaften, war aber für NMT konzipiert.

 

 

 

Weiterentwicklungen von Stornomatic 6000

 

Motorola MCR 9500 Motorola MCR 4800 Associate 2000

 

 

Das Motorola MCR 4800  NMT–450, (Cimber I) war eine Weiterentwicklung und wurde wie sein Vorgänger in verschiedene „NMT-Länder“ geliefert, u.a. nach Nord- und Osteuropa.

Das Motorola MCR 4800 wurde Ende 1994 als letztes analoges zellulares Produkt an eine Motorola-Fabrik in Israel überführt.

 

 

1989 – 1991 Motorola MCR 9500, (Joan France),  NMT-450MHz-Version für den französischen Markt

 

 

1993 - 1994 Motorola Associate 2000 NMT–450, (Cimber II) Folgemodell von Motorola MCR 4800

 

Es wurde wie sein Vorgänger für verschiedene „NMT-Länder“ produziert.

Das Motorola MCR 4800 wurde Ende 1994 als letztes analoges zellulares Produkt an eine Motorola-Fabrik in Israel überführt.

 

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A9. 1991 - 1993:  SAM3

 

Der HF-Teil dieses portablen Handtelefons wurde von Storno/Kopenhagen und die Logik, Audio usw. von Motorola entwickelt.

Es wurde für die NMT-900 Märkte produziert und konnte auch in Fahrzeugen installiert werden. Eine ETACS-Version wurde zunächst auch in Flensburg, dann jedoch nur noch in anderen Fabriken gefertigt.

Das Gerät hatte eine starke äußerliche Ähnlichkeit mit dem später produzierten GSM-Gerät „International 1000“.

 

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B. Zeitraum 1991 bis 2007, "Handy-Werk"

 

 

B1. 1991 – 1993 Motorola International 1000/2000 (GSM)

 

 

 

 

Dieses Produkt war das erste GSM-Mobiltelefone, das in Flensburg gefertigt wurde. Eingeführt wurde es in die Produktion 1991 als „Joan1“ und in modifizierter Form ab Ende 1993 als „Joan 2B“. Das Gerät wog etwa

3 kg und wurde dann schnell abgelöst durch wesentlich handlichere und leichtere Modelle.

 

 

B2. Produktion von GSM- und UMTS-Handys

 

Vorgestellt werden nur einige der in Flensburg produzieren Modelle, die sich durch innovative Technik,

Design oder andere Merkmale auszeichneten.

Ein allgemeiner Überblick über alle Modelle ist unter Motorola-Handys am Ende dieses Artikels zu finden.

 

Ziel dieses Beitrages ist es auch, auf den Fortschritt der Mobilfunktechnik und der damit verbundenen Anwendungen und Dienste hinzuweisen.

Aus diesem Grund wurden die technischen Daten und Eigenschaften der ersten in Flensburg
gefertigten Produkte und die des „RAZR“ ausführlich dokumentiert.

 

Dieser Überblick erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit und ob auch jedes Modell in Flensburg produziert wurde.

 

 

Motorola 7200
7200

Motorola 8200
8200

Motorola 8700
8700

Motorola 8900
8900

Motorola A008
A008

Motorola A1000
A1000

Motorola A1010
A1010

Motorola A780
A780

Motorola A820
A820

Motorola A920
A920

Motorola Accompli A6188
Accompli A6188

Motorola C115
C115

Motorola C116
C116

Motorola C118
C118

Motorola C139
C139

Motorola C155
C155

Motorola C200
C200

Motorola C205
C205

Motorola C261
C261

Motorola C300
C300

Motorola C336
C336

Motorola C350
C350

Motorola C385
C385

Motorola C450
C450

Motorola C550
C550

Motorola C650
C650

Motorola cd920
cd920

Motorola cd930
cd930

Motorola d160
d160

Motorola d170
d170

Motorola d460
d460

Motorola d520
d520

Motorola E1000
E1000

Motorola E365
E365

Motorola E398
E398

Motorola E550
E550

Motorola E770v
E770v

Motorola L2
L2

Motorola L7089
L7089

Motorola M900
M900

Motorola MOTO Q9h
MOTO Q9h

Motorola MOTO Z8
MOTO Z8

Motorola MOTOKRZR K1
MOTOKRZR K1

Motorola MOTORAZR Maxx V6
MOTORAZR Maxx V6

Motorola MOTORAZR V3i
MOTORAZR V3i

Motorola MOTORAZR V3xx
MOTORAZR V3xx

Motorola MOTORAZR V8
MOTORAZR V8

Motorola MOTORIZR Z3
MOTORIZR Z3

Motorola MOTOROKR Z6
MOTOROKR Z6

Motorola MPx
MPx

Motorola MPx100
MPx100

Motorola MPx200
MPx200

Motorola MPx220
MPx220

Motorola P7389
P7389

Motorola RAZR V3
RAZR V3

Motorola RAZR V3x
RAZR V3x

Motorola ROKR E1
ROKR E1

Motorola Slimlite
Slimlite

Motorola SLRV L7
SLRV L7

Motorola SLRV V8
SLRV V8

Motorola StarTAC 130
StarTAC 130

Motorola StarTAC 70
StarTAC 70

Motorola StarTAC 90
StarTAC 90

Motorola T191
T191

Motorola T192
T192

Motorola T2288
T2288

Motorola T250
T250

Motorola T260 GPRS
T260 GPRS

Motorola T280
T280

Motorola T720
T720

Motorola V1050
V1050

Motorola V150
V150

Motorola V171
V171

Motorola V180
V180

Motorola V220
V220

Motorola V2288
V2288

Motorola V235
V235

Motorola V270
V270

Motorola V300
V300

Motorola V360
V360

Motorola V3688
V3688

Motorola V3690
V3690

Motorola V50
V50

Motorola V500
V500

Motorola V525
V525

Motorola V550
V550

Motorola V6 PEBL
V6 PEBL

Motorola V60
V60

Motorola V600
V600

Motorola V60i
V60i

Motorola V620
V620

Motorola V635
V635

Motorola V66
V66

Motorola V70
V70

Motorola V80
V80

Motorola V8088
V8088

Motorola V980
V980

Motorola W220
W220

Motorola W375
W375

 

 

 

 

1991   International 3200 (GSM 900)

 

Nachdem im Laufe des Jahres 1991 zahlreiche Probeserien erfolgreich beendet wurden und die ITA-Zulassung erfolgte, konnte 1992 die Produktion des weltweit ersten GSM-fähigen Handfunkgerät, dem International 3200, anlaufen.

Das Gerät, das aufgrund seiner Form auch „Knochen“ genannt wurde, war als Handtelefon konzipiert, konnte jedoch mittels eines Automontagesatzes auch im Fahrzeug montiert werden.

 

Daten und Eigenschaften:

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HF-Ausgangsleistung: 2 Watt

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Gesprächszeit: 150 min

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Betriebsbereitschaft: 24 Stunden

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Größe: 197 x 44 x 55 mm

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Gewicht: von 560 Gramm mit Standardbatterie

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LCD-Display: 2 Zeilen  16 Punktmatrixzeichen

 

 

  
GSM - "Knochen",  Motorola International 3200,    das weltweit erste GSM Handy MicroTac - mit Klappe

 

 

1992    MicroTAC International 5200 (GSM-900)

 

Es wurde später durch die etwas dünnere Version 7200 ersetzt.

Erstes GSM-Telefon mit „Klappe“

 

 

 

 

1994    MicroTAC International 8200 (GSM-900)

 

Daten und Eigenschaften:

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HF-Ausgangsleistung: 2 Watt

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Gesprächszeit: 155 min, mit Standard-Akku

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Betriebsbereitschaft: 29 h,   “

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Gewicht: 149 Gramm

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SMS-Empfang (Short Message Service)

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lautlose Anrufmeldung (VibraCall)

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Speicher für bis zu 100 Telefonnummern

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Mit PCMCIA-Karte + Computer ermöglichte Datentransfers, Email und Fax

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10 unterschiedliche Farbvarianten und Designs wählbar

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Autoeinbausatz mit Freisprecheinrichtung / optionale Antennenverbindung

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100 Speicherplätze für Telefon

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Display: 2x12 Punktmatrixzeichen

 

1995 Motorola Flare basierte auf der Micro-Tac-Plattform.

 

Flare, mit verschiedener Akku-Technologie Flare Familie

 

Es ist ein Beispiel für eine Vielzahl von Produkten, die spezielle Käufergruppen ansprechen sollten.

Das Flare war in unterschiedlichen Farben und Designs lieferbar und hatte eine individuelle

Bedienerführung.  

 

 

1996 MicroTAC International 8700

 

Die neue 3-V-Technik ermöglichte längere Sprech- und Standby-Zeiten und schnelleren

Datenaustausch. Mir dem 1200 mAh Lithium-Ionen Akku waren 9h telefonieren und 7 Tage Standby möglich.

 

d460 gleiche Technik wie International 8700, jedoch sehr robuste Ausführung

 

 

1996 Motorola International 8800

 

Erstes Dual-Band-Handy, das sowohl im 900 als auch im 1800 MHz (E-Netz) arbeiten konnte.

Allerdings musste der Bereichswechsel noch durch manuelle Umschaltung erfolgen.

Mit einem Folgeprodukt, dem International 8900 funktionierte dies dann auch automatisch. 

 

 

1997  d160

Erstes Handy mit Stromversorgung aus Standard 1,2V oder 1,5V Mignonbatterien oder -Akkus.

 

 

1997 Motorola StarTAC 85 (GSM 900)

Nutzte die große SIM Karte (Kreditkartengrösse)

 

 

1998 Motorola StarTAC 130 (GSM 900)

 

 

Dieses elegante Gerät wog nur 88 Gramm, war seinerzeit das weltweit leichteste und kleinste Handy und erstmals wurde ein Handy als Kultobjekt gefeiert.

Nutzte die kleine SIM Karte

Neu war auch der im oben Bereich des Handys angebrachte klappbare Deckel (flip handset), der das

Display und die Bedienelemente schützte.

Weitere Eigenschaften: 3V Mikrochip Technologie sowie Senden und Empfangen von Daten,

Fax und Email, Internetzugriff

 

Die Slimlite Serie, die 1997 eingeführt wurde, hatte ein ähnliches Innenleben wie das StarTac

 

 

1999  Dual-Band-Handy V3688

Es zählt mit 83 Gramm zu den Leichtgewichten und war kaum größer als eine Streichholzschachtel. Es deckte die GSM-Frequenzbereiche 900/1800 MHz ab.

 

 

1999 V3690 (Kramer)

zusätzlich mit Sprachsteuerung  und Gesprächsaufzeichnung

 

 

2000 Timeport 260

Das weltweit erste GPRS-Mobiltelefon und Tri-Band-Handy (900/1800/1900 MHz)

Sprachsteuerung für Telefonbuch, Gesprächsaufzeichnung, IrDA-Infrarot-Schnittstelle

(GPRS = General Packet Radio Service d.h. Internet üblicher Datentransfer)

 

 

2000  V2288 

mit Wap-Browser, UKW Stereo-Radio, verschiedene Farben und Materialien 

 

 

2001  Timeport 250 (Jade)

Organizer Funktion, WAP-fähig, Uhranzeige mit Datum sowie Weckfunktion mittels Sprachansage, Gesprächsaufzeichnung für 3 Minuten, frei kombinierbare Klingeltöne, IrDA-Infrarot-Schnittstelle,

Integriertes Softmodem für Daten und Fax, integrierter Anrufbeantworter

 

 

2002  V70

das erste Mobiltelefon mit drehbarer Frontschale und rundem Display

 

 

 

2002  A820/830

das weltweit erste kombinierte GSM/GPRS/UMTS-Handys

 

Daten und Eigenschaften:

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GSM 900/DCS1800/PCS1900 & UMTS

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Gewicht  157g

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Standby GSM / UMTS:  max. 260h / 185h

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Sprechzeit GSM:   max. 140 Minuten

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Sprechzeit UMTS: max. 100 Minuten

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Display  176x220Pixel, 4096 Farben

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Integrierte Kamera

 

A830, das weltweit erste kombinierte GSM/GPRS/UMTS-Handys

 

2003  V600
weltweit erstes Quad-Band-Handy für GSM 850/900/1800/1900

 

 

2004  RAZR V3

das flachste Klapphandy der Welt

 

RAZR, das letzte in Flensburg producierte Erfolgsmodell

 

Dieses Gerät wurde in verschiedenen Versionen bis zur Schließung im Werk Flensburg gebaut.

 

Daten und Eigenschaften:

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900/1800/1900 MHz/2100  GSM, UMTS

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Größe: 99x53x19,6mm bei 125g

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Gesprächszeit: 3 Stunden

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Betriebsbereitschaft: 250 Stunden, Li-Ionenakku

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Innen liegendes Display: 262144 Farben  / Auflösung: 240x320 Pixeln, Größe: 30x40mm

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Außen liegendes Display: 4099 Farben, Größe: 32x32mm

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32 vorinstallierte Rufttöne

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Funktionen: Kalender, Notizbuch und Terminplaner / 500 Einträge

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MMS und SMS

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MMS lassen sich in jeder erdenklichen Form senden und empfangen.

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Integrierte Kamera: 8-fach digitaler Zoom, Auflösung: VGA 640x480 Pixel

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Spiele, Bildschirmschoner, Hintergrundbilder

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Sprachwahl sowie Sprachsteuerung

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Möglichkeit eine externe Antenne anzuschließen

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Interner Speicher: 64 MB

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Bluetooth

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Letzte Änderung 17. februar 2009