Flensburg News
Virtuelle Motorola Zeitung
Kommunikation bei Storno und Motorola
Storno, als
dänische Unternehmensgründung in Flensburg, unterschied sich im Umgang mit
den Menschen im Betrieb und im Führungsstil positiv von deutschen
Unternehmen gleicher Größenordnung. In der Anfangszeit, Ende der sechziger
Jahre, als die Anzahl Mitarbeiter noch klein und überschaubar war, wurde in
den Abteilungen direkt und unmittelbar zwischen den Vorgesetzten und
Mitarbeitern kommuniziert, d. h. Informationen von oben nach unten und
umgekehrt ausgetauscht.
1969 - 1988: „Storno
Personal Information“ - SPI.
Dann wuchs das
Unternehmen und damit der Bedarf für ein neues Informationsmedium.
Die „Storno Personal Information“, die SPI übernahm diese
Aufgabe. Sie wurde von der Personalabteilung in unregelmäßigen Abständen,
ca. 10 bis 15 Ausgaben pro Jahr, verfasst, kopiert und an alle Mitarbeiter
im Hause verteilt. Themen waren z. B. Regelungen für den Betriebsurlaub,
Informationen zu Lohn- und Gehaltsabrechnungen, zu Kantinenfragen, zu
Arbeitszeiten und alles was von der Geschäftsleitung an die
Mitarbeiter weitervermittelt werden sollte. Zu
dieser Zeit war eine einseitig beschriebene Din A4 Seite ausreichend.
1989 - 1997: „Flensburg News“
Ende der achtziger
Jahre, Storno war 3 Jahren vorher 1986 von Motorola übernommen worden,
reichte die SPI als Informationsmedium nicht mehr aus. Bei Motorola gab es
regelmäßig eine gedruckte Mitarbeiter Information, vergleichbar einer
Werkszeitung mit vorgegebenem Layout. Eine solche Zeitung sollte auch für
das Werk in Flensburg herausgegeben werden und die „Flensburg News“ war
geboren und sollte nun vierteljährlich erscheinen.
Im Mai 1989 wurde
die erste Ausgabe als Motorola-Storno Hauszeitung an die Mitarbeiter
verteilt, mit Artikeln von Mitarbeitern und Geschäftsleitung. Ein
Redaktionsteam von 8 Mitarbeitern hatte die Aufgabe übernommen, Themen
auszuwählen, Artikel und Bildmaterial anzufordern und zu sichten, bzw.
selber zu erstellen, und in Zusammenarbeit mit einem professionellen Partner
die Zeitung zu gestalten.
1998 - 2002:
„Flensburg News“ als
Europaprojekt
Es sollten insgesamt 22 Ausgaben erscheinen. Im Dezember 1997 wurde die
letzte, in Flensburg erstellte „News“ verteilt. Nachfolger wurde eine
Zeitung, die im europäischen Hauptquartier in Slough, England redaktionell bearbeitet wurde. Sie erschien in zwei verschiedenen
Ausgaben für den Geschäftsbereich PCS (Personal Communication Sector) in England und Deutschland. Die
Ausgaben hatten einen Bereich mit lokalen Artikeln für die beiden Standorte
und einen zweiten mit Informationen vom Unternehmen, z. B. die Vorstellung
neuer Produkte.
2000 - 2008: Virtuelle
Motorola Zeitung, VMZ
Mit dem Umzug in
das neue Werk am Sophienhof wurde eine neues Kommunikationsmodell
entwickelt. Es sollte aktueller sein als gedruckte Medien und möglichst alle
Mitarbeiter schnell erreichen. Der erste Entwurf wurde 1999 vorgestellt. Es
war eine Power Point Präsentation, die in das Netzwerk eingespeist und
im
Betriebsrestaurant von einem Beamer auf einer großen Projektionsfläche
gezeigt wurde. Dort konnte sie von allen Mitarbeitern in den Pausen
gesehen werden.
Sie bestand aus 20 bis 40 verschiedene Seiten und lief in einer
Endlosschleife 24 Stunden am Tag, so dass auch die Mitarbeiter der
Nachtschicht sich informieren konnten.
Nachts um 5 Uhr wurde die Ausgabe für den neuen Tag gestartet. Aber nicht
nur in der Kantine stand diese Information zur Verfügung, an jedem
Arbeitsplatz mit PC konnten die Informationen über das interne Netzwerk
abgerufen werden.
Da sich dieses
neue Medium moderner Datentechnik bediente, wurde sie als “Virtuelle
Motorola Zeitung“ eingeführt und „Vau Emm Zett“ genannt. Sie wird sowohl
von Mitarbeitern als auch von der Geschäftsleitung viel genutzt.